A4plus

Variantenübersicht
Für den achtstreifigen Ausbau der A4 im Kölner Süden steht fest, dass die Rodenkirchener Brücke aus statischen Gründen nicht bestehen bleiben kann. Das Planungsteam hat sieben Varianten ausgewählt, die nun vertiefend untersucht werden.
Aktuelles

Autobahn GmbH informiert zur Vorzugsvariante
Alle notwendigen Untersuchungen sind abgeschlossen: In Kürze wird die Autobahn GmbH die Öffentlichkeit darüber informieren, welcher Trassenverlauf als Vorzugsvariante für den Ausbau der A4 weiterverfolgt wird. Zunächst wird die Entscheidung am 19. Juni dem Dialogforum

Umweltverträglichkeitsstudie: Ergebnisse liegen vor
Mit dem Abschluss der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) steht die umweltfachliche Bewertung der sieben Varianten zum Ausbau der A4 im Kölner Süden fest. Die aus umweltfachlicher Sicht günstigste Variante ist die Variante 2.1c.

Sechste Sitzung des Dialogforums
Am Mittwoch, 25. Mai 2022, kam das Dialogforum „A4plus“ nach nur vier Wochen erneut zur sechsten Sitzung zusammen. Neben dem Planungsteam der Autobahn GmbH und den geladenen Gutachtern nahmen 16 Mitglieder an der Online-Sitzung des planungsbegleitenden Gremiums teil. Thema war die umweltfachliche Bewertung, die der verantwortliche Planer, Herr Dr. Bertrams, mit einer ersten umweltfachlichen Rangfolge der Varianten vorstellte.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Das Bestandsbauwerk wurde im Hinblick auf einen 8-streifigen Ausbau nachgerechnet. Zusätzlich wurde die Nutzung des Bestandsbauwerkes für verschiedene Verkehrsführungen bei der Ausbaumaßnahme untersucht. Diese Nachrechnung erfolgte durch ein renommiertes Ingenieurbüro, das über langjährige Erfahrung speziell im Großbrückenbau / Stahl- und Stahlverbundbau verfügt. Hierbei wurden erhebliche Defizite festgestellt. Die Spannungs- und Beulsicherheitsnachweise sind bei der Nachrechnung für den 8-streifigen Ausbau deutlich überschritten. Auch bei einer 6-streifigen Belastung (vorhandenes System) ergeben sich keine wesentlich günstigeren Ergebnisse.
Darüber hinaus haben wesentliche Bauteile ihre Lebensdauer in maximal 20 Jahren bereits erreicht. Hier sind insbesondere die vorhandenen Pylonen und die Pylongründungen der südlichen Brückenhälfte zu nennen, die noch aus der Vorkriegszeit (Baujahr 1940) stammen. Die Tragelemente der 1950 hergestellten Brücke (Überbau, Tragkabel, etc.) weisen mittlerweile eine Lebensdauer von ca. 70 Jahren auf.
Auch bei der bestehenden 6-streifigen Belastung ist lediglich eine Restnutzungsdauer von maximal 20 Jahren tolerierbar.
Die drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Süd und dem Autobahnkreuz Köln-Gremberg sind für das zukünftige Verkehrsaufkommen nicht mehr ausreichend. Ein Fahrbahnausbau auf acht Fahrstreifen ist dringend notwendig, um den zunehmenden Verkehr in der Region langfristig aufnehmen zu können, wie die großräumige Verkehrsuntersuchung Raum Köln-Bonn bestätigt. Somit muss auch die Rheinquerung mit der Rodenkirchener Brücke um jeweils eine Fahrspur pro Richtung erweitert werden. Auch ohne einen achtspurigen Ausbau muss die Rodenkirchener Brücke ersetzt werden, um für den Kölner Süden und die Region eine sichere und zukunftsfähige Infrastruktur gewährleisten zu können.
Das steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Alle Varianten werden umweltfachlich genauestens untersucht und bewertet. Dabei werden auch möglicherweise betroffene Waldgebiete berücksichtigt. Varianten, die Waldflächen beeinträchtigen, werden in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) im betreffenden Schutzgut entsprechend schlechter bewertet. In der nächsten Planungsphase, der Entwurfsplanung, werden für die Vorzugsvariante weitere planerische Optimierungen untersucht. Dadurch könnte beispielsweise der angenommene Flächenverbrauch durch Baustraßen verringert werden, um mögliche Rodungen zu minimieren. Zudem wird bei notwendigen Rodungen auch der entsprechende Ausgleich über Wiederaufforstungsmaßnahmen bestimmt.

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Mehr erfahren
A4plus – Ausbau im Kölner Süden
Die Autobahn GmbH hat den Planungsauftrag erhalten, die A4 im Kölner Süden auszubauen. Das Projekt „A4plus – Ausbau im Kölner Süden“ wurde Mitte 2019 angestoßen und wird seitdem im engen Dialog mit den Menschen vor Ort vorangetrieben.
Beteiligung
Aufgrund der hohen Relevanz des Projekts für die regionale Verkehrsinfrastruktur und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch, Natur und Landschaft ist es Ziel der Autobahn GmbH, schon im Rahmen der Vorplanung einen kontinuierlichen und konstruktiven Beteiligungsprozess zum Vorhaben zu initiieren.
