Variante 4.1a – Schräglage

Variante 4.1a – Schräglage

Schräglage (Nord nach Süd)
bauzeitliche Seitenlage Nord

Symbolbild für die Variante 4.1a

Legende:

Legende der Varianten

Die Variante 4.1a zeichnet sich durch eine Schräglage im Bereich der Rheinbrücke aus. Der Ausbau ist linksrheinisch nach Norden und rechtsrheinisch nach Süden orientiert.

Zuerst wird ein Teilbauwerk auf der nördlichen Seite der Rodenkirchener Brücke (temporäre Seitenlage) errichtet. Dann wird der Verkehr beider Fahrtrichtungen provisorisch auf die in Seitenlage gebaute Brücke gelegt. Anschließend erfolgt der Abriss der Bestandsbrücke und der Neubau des zweiten Teilbauwerkes auf Höhe der bestehenden südlichen Richtungsfahrbahn der Rodenkirchener Brücke. Sobald das zweite Teilbauwerk fertig gestellt ist, wird der Verkehr vom ersten Teilbauwerk auf das zweite Teilbauwerk verlagert. Im nächsten Schritt wird das dann verkehrsfreie nördliche Teilbauwerk in die Endlage nach Süden verschoben.

Trassierung

  • Die Achse ist im Bereich der Rheinbrücke um 0,8 gon (gon=Winkel) gedreht. Es entsteht eine Schräglage
  • Linksrheinisch wird das südliche Widerlager (Übergang der Brücke zum Streckenbereich) und rechtsrheinisch wird das nördliche Widerlager der bestehenden Rodenkirchener Brücke angehalten
  • Auf der Nordseite der Bestandsbrücke wird das Teilbauwerk der Richtungsfahrbahn Aachen in temporärer Seitenlage errichtet
  • Über eine Länge von 600 m erfolgt eine Veränderung der Mittelstreifenbreite von 11,60 m im Bereich der Rheinbrücke auf 4,00 m im Streckenbereich mittels des Entwurfselements Flachbogen
  • Regeltrassierung der Hauptachse mittels des Entwurfselements Klothoide

Baudurchführung

  • Bauzeitliche Verkehrsführung von 6 Fahrstreifen auf einem Bauwerk in temporärer Seitenlage
  • Bei der Baudurchführung werden Vormontageplätze von ca. 120 m x 50 m benötigt. Bei der Rodenkirchener Brücke liegt der Vormontageplatz ca. 10 m höher als das umliegende Gelände
  • Im Streckenbereich gibt es mehr Einschränkungen auf den Verkehr als bei den asymmetrischen Ausbauvarianten, da mehr Bestand in den Ausbau integriert wird
  • Auf der Südseite der Bestandsbrücke sind bauzeitlich Radwegrampen erforderlich, da auf der Nordseite der Radweg während der Bauphase entfällt

Anschlussstelle Poll

  • Das System der Anschlussstelle Poll kann beibehalten werden (Schleifenrampen)

Mittelbare Betroffenheit durch temporäre Seitenlage

  • In der Bauzeit sind ca. 40 Geschosse in Wohngebäuden (rechtsrheinisch) durch die temporäre Seitenlage mittelbar durch baustellenbedingte Emissionen (z.B. Lärm, Staub, Erschütterungen) betroffen (270 m Korridor
A4plus_Variante 4-1a-legende
Abb. 1: Beispielhafter Trassenentwurf
*Arbeitsstand, Änderungen möglich​

Fazit

Durch die Schräglage wird sowohl linksrheinisch als auch rechtsrheinisch ein Heranrücken der Autobahn an die autobahnnahe Wohnbebauung vermieden.

Die weiteren Varianten

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