Wie sieht die A4 in Zukunft aus?​

Für A4plus, den Ausbau der A4 im Süden von Köln, werden derzeit mögliche Streckenverläufe (Varianten) entwickelt. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass die Rodenkirchener Brücke im Zuge des Ausbaus durch einen Neubau ersetzt werden muss. Die Entwicklung der Varianten wird vor allem durch die Optionen dieses Neubaus beeinflusst. Aber auch weitere Zwangs- und Konfliktpunkte im links- und rechtsrheinischen Verlauf der A4 müssen berücksichtigt werden.

Wie sieht die A4 in Zukunft aus?

Für A4plus, den Ausbau der A4 im Süden von Köln, werden derzeit mögliche Streckenverläufe (Varianten) entwickelt. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass die Rodenkirchener Brücke im Zuge des Ausbaus durch einen Neubau ersetzt werden muss. Die Entwicklung der Varianten wird vor allem durch die Optionen dieses Neubaus beeinflusst. Aber auch weitere Zwangs- und Konfliktpunkte im links- und rechtsrheinischen Verlauf der A4 müssen berücksichtigt werden.

Ermittlung der Zwangs- und Konfliktpunkte für die möglichen Streckenverläufe der A4

Um zu ermitteln, welche Varianten für den Verkehrsweg des Ausbaus der A4 in Frage kommen, wurden zunächst die relevanten Zwangs- und Konfliktpunkte herausgearbeitet.

Diese sogenannten Zwangspunkte sind Rahmenbedingungen, die durch das Planungsvorhaben nicht veränderbar sind. Hierunter fallen beim Ausbau der A4 zum Beispiel verbindliche Vorgaben für die Autobahnkreuze Köln-Süd und Köln-Gremberg sowie für die Anschlussstelle Köln-Poll – man kann sie nicht einfach verlegen.

Konfliktpunkte sind dagegen Bereiche, in denen Konflikte mit baulicher Nutzung oder der natürlichen Umgebung entstehen.

Linksrheinische Konfliktpunkte

Für den linksrheinischen Ausbau der A4 sind Konfliktpunkte beispielsweise ein Golfplatz, Sportplätze, eine Kleingartenanlage, Wohngebäude und Bauwerke zum Hochwasserschutz.

Abbildung 1 Linksrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4
Abbildung 1 Linksrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4

Rechtsrheinische Konfliktpunkte

Rechtsrheinische Konfliktpunkte sind ein Campingplatz, ein Hochwasserpumpwerk sowie ebenfalls vorhandene Kleingärten und Wohnbebauung.

Abbildung 2 Rechtsrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4
Abbildung 2 Rechtsrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4

Zudem liegen im rechtsrheinischen Planungsraum mehrere wichtige Leitungen, die den Kölner Süden mit Trinkwasser versorgen. Diese Konfliktpunkte beeinflussen die Planung zum Teil erheblich, stellen aber nicht zwangsläufig ein unüberwindbares Hindernis dar. So können Wasserleitungen für den Ausbau auch verlegt werden. Wohnhäuser genießen jedoch einen sehr hohen Schutz, anders als zum Beispiel Kleingarten- oder Sportanlagen

Abbildung 3: Rechtsrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4
Abbildung 3: Rechtsrheinische Konfliktpunkte für den Ausbau der A4

Unter Berücksichtigung aller Zwangs- und Konfliktpunkte sowie weiterer technischer Anforderungen werden derzeit mögliche Streckenverläufe, die Varianten, für den achtspurigen Ausbau der A4 entwickelt.

Aktuelle Überlegungen zu den möglichen Streckenverläufen

Die Erarbeitung möglicher Streckenverläufe ist noch nicht abgeschlossen. Erste Überlegungen zu den technischen Realisierungschancen einzelner Varianten wurden aber bereits getroffen und im Dialogforum vorgestellt und diskutiert. Die Varianten für den Verkehrsweg werden insbesondere durch den notwendigen Neubau der Rodenkirchener Brücke beeinflusst:

  • Brückenneubauvarianten (symmetrischer Ausbau, Nordverbreiterung, Südverbreiterung, Schräglage),
  • Tunnelvarianten (als Absenk- oder Bohrtunnel),
  • Varianten mit einer Weiternutzung der Bestandbrücke (als Rad-/Gehweg- oder „Event“-Brücke sowie als reine Pkw-Brücke).

Die verschiedenen Varianten bieten jeweils spezifische Chancen und Herausforderungen für den Ausbau der A4. Im nächsten Planungsschritt erfolgt die Festlegung, welche Varianten vertiefend geprüft und nach wirtschaftlichen, umweltfachlichen, verkehrlichen und ggf. weiteren Kriterien bewertet werden. Die Variante, die bei dieser Bewertung in Summe am besten abschneidet, geht dann als sogenannte Vorzugsvariante in den nächsten Planungsschritt, die Entwurfsplanung, ein.

Ausführliche Informationen zu den möglichen Streckenverläufen finden Sie im folgenden Vortrag des zuständigen Planers Dr. Manfred Heß, ​KOCKS CONSULT GmbH. Der Vortrag wurde in der vierten Sitzung des Dialogforums am 27. Mai 2021 aufgezeichnet:

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